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Aufbau
Erfahrungsbericht


Clear Skies
´er Sternfreund
Grundlage:

- für das Projekt waren zwei  GSO Dobson  . Bekanntlich sind diese Dobson bei mehreren Händlern erhältlich und bieten dazu eine sehr gute Qualität. Davon übrig blieben jedoch nur noch die Optik und die Blechtuben.

 

Grundsatzüberlegung: 

- war, das Öffnungsverhältniss f/5 beizubehalten, bei gleichbleibender Fangspiegelgröße (diese konnte im weiteren Verlauf sogar vermindert werden und damit auch die Gesamt-Obstruktion). Damit war klar, daß der Okularauszug einem Okularschlitten weichen musste um die Brennebene, trotz Zwischenschaltung eines Zenitspiegels, möglichst nahe am Fangspiegel zu halten. Das Risiko war aber, daß der Kopf beim Beobachten sehr nahe an den Tubus kommt und eine Abschattung die Folge hätte sein können (12" und tschüss). Leider habe ich mich dabei ziemlich verrechnet und habe die bis dahin erbrachte Arbeit (80%) fast in den Sand gesetzt. Ich konnte gerade noch an der Grenze bleiben;-) Ergebnis war, daß ich trotz einiger Probleme die optischen Möglichkeiten in Bezug auf das System optimal ausreizen konnte.

 

Optik:

Die Spiegel bestehen aus BK7, Öffnungsverhältnis f/5die GSO-Spiegel haben eine gute Abbildungsqualität. Die Hauptspiegelzelle ist zwar ordentlich, wird aber früher oder später ausgedient haben - die optimale Justage verstellt sich durch die Fixierschrauben immerwieder, mehrere Versuche sind notwendig bis die Justage stabil bleibt . Die original Fangspiegelhalterung wurde entfernt, dadurch geringfügig kleinere Obstruktion (von 75mm/25% auf 70 mm/23,3%). Der Fangspiegel wurde mit einem Spezialkleber von Pattex fixiert.  Der Kleber bleibt elastisch und das auch bei großen Temperaturunterschieden.

 

Rockerbox:

Wie es so üblich ist, wurde diese aus Birke-Multiplex gefertigt, ebenso der Drehteller und die Doppel-Rohrschellen. Das ganze wurde mit einer Holzbeize auf Mahagoni-look getrimmt und danach zum weiteren Schutz mit Bienenwachs  versehen. Das hält ewig. Die Gleitlager für den Drehteller und die Höhenräder sind aus Teflon u. ebony-star. Trotz einem stolzen Gesamtgewicht von ca. 90 kg bringen diese Materialien immer noch gute Leichtlaufeigenschaften (Haft-Gleit Koeffizient fast = 0) mit sich.

 

Tubus (x2):

Die Tuben erhielten in Bezug auf die Innenausschwärzung teilweise Velour (dc-fix) u. Schultafellack. Desweiteren wurden Blenden aus den letzten Birke-Multiplex Resten eingefügt.  Sie wurden jedoch nicht gerechnet. Außerdem hätten es durchaus mehr sein können. In der Beobachtungspraxis war jedoch eine deutliche Kontrastverbesserung wahrzunehmen, die nicht unbedingt subjektiv zu betrachten war. Mehr dazu im Erfahrungsbericht. Zuletzt wurden die Tuben noch mit einer selbstklebenden Hochglanzfolie (dc-fic) gepimpt.

 

Selbstbau- und Zubehörteile:

 

astroshop.de

- z.B.: ebony-star, Teflon-Gleitlager, Schultafellack bei Gerd Neumann jr.

- z.B. : Galaxy-Dobson von Intercon Spacetec

 -z.B.: Okulare, Dobson-Teleskop, Zenitspiegel bei www.teleskop-service.de

                                                                                                               

 

  Hier findet Ihr weitere Angebote zu Selbstbau-und Zubehörteile!

                                                                                              

Details:

 

"Die Zwillinge" - ein beeindruckender Anblick aus dieser Perspektive. 

 

 

 

Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist zu erahnen, daß Velour das Optimum für die Innenausschwärzung bringt. Im Vergleich zu den Fangspiegelstreben (mit Schultafellack lackiert) ist ein deutlicher Unterschied zu erkennen.

Die Einblickhöhe bei Beobachtungen im Zenit ist etwa 170cm. Ein kleiner Hocker zum Draufstehn ist von Nöten.

 

 

 

 

 

 

 

Doppelrohrschelle hinten:

- verstellbarer Tubus durch Plastikhöhenräder (vertikal) und über Alu-Rundstäbe 10mm (horizontal), dadurch Verstellmöglichkeit über 360°.

- (fixer) Tubus ist drehbar und nach hinten bzw. vorne verschiebbar (Rohrschellen rechte Seite mit Teflon-Pads versehen), dadurch besteht die Möglichkeit den Augenabstand entspr. zu ändern bzw. kann die Brennweitendifferenz der beiden Optiken ausgeglichen werden (Verstellung durch Rändelschrauben).

 

 

  

Justage der Tuben zueinander (um "ein" Bild zu erhalten ) - durch Verstellung der Tubusfixierung (an der  vorderen rechten Rohrschelle) in 3:00 und 7:00 bzw. Gegendruckfeder in 11:00.

Mittig angebracht die Gegengewichtsstange mit Gewicht zum optimalen Ausbalancieren des Höhenlagers z.B. beim Einsatz schwerer Okulare.

Der linke Tubus liegt auf kleinen runden Teflonpats auf. 

Die Okularhalter wurden höhenversetzt an der Rockerbox angebracht. Werden die Okulare nach Brennweite aufsteigend oder absteigend eingesetzt, ist das eine große Erleichterung im Dunkeln das richtige Okular zu finden. 

 

 

 

Die Okularschlitten - auschließlich gefertigt aus Alu Flach-, U-, L-, u. T-Profilen (genietet).

Ritzel und Zahnstangen von "Conrad".

 Zenitspiegel 90°, dielektrische Vergütung, 2'' (von Teleskop-Service), die Spiegelecken wurden gestutzt um den kleinstmöglichen Augenabstand mit 2"zu erreichen.  Sicherheitshalber wurden die Spiegelecken mit einem einfachen Schleifstein aus dem Baumarkt abgeschliffen. Die Bedenken waren aber sehr groß, daß evtl. Materialspannungen den Spiegel verformen könnten, nachdem die Ecken gestutzt werden. An dieser Stelle vielen Dank an Ulli Vedder für seinen Tipp. Aber welchem Hobbyastronomen würden bei dieser Aktion nicht die Haare zu Berge stehen. Das fokussieren bzw. scharfstellen klappt vorzüglich, jedoch halten die Schlitten bei dieser relativ einfachen Konstruktion das Gewicht der beiden Fangspiegel, Zenitspiegel und Okulare gerade noch. 

 

 

Das Innenleben des Tubus - zu sehen sind die Blenden und die Velour-Selbstklebefolie(dc-fix), die nur im Bereich der Okularschlitten bis zur 2. Blende eingeklebt wurde. Auf diesem Bild fehlt noch der Fangspiegel. Ebenfalls noch nicht fertig bearbeitet - die Befestigungsschrauben des Schlittens (zu lang, noch nicht geschwärzt)

Diese Bildeinstellung zeigt, daß ich eigentlich doppelt so viele Blenden hätte einbringen sollen, bis die Tubuswand zwischen den Blenden im Schrägeinblick nicht mehr zu sehen ist. Im Extremversuch - Hauptspiegel raus, direkter Lichteinfall vorn vorne durch Strahler, war trotzdem zu erkennen, daß die Schattenbildung der Blenden die Tubusinnenwände wesentlich dunkler (selbst bei leicht schrägem Einblick) erscheinen lässt als Velour und Schultafellack. Ergebnis des Tubus-Tuning war auf jeden Fall eine deutliche Kontrastverbesserung.

Die Fangspiegelstreben (aus Alu und sehr stabil) konnten in der Stärke recht dünn gehalten werden (ca.1,5mm), die Obstruktion im Vergleich zum Original blieb diesbezüglich gleich.

 

 

Die Okular-Batterie bestehend aus einigen wichtigen Brennweiten.

Die Hyperion Okulare von Baader schienen mir die beste Alternative für dieses System zu sein. Die Zusammensetzung zwischen Weitwinkelokular, gute Schärfe, gute Eignung für schnelle Systeme und nicht zuletzt der günstige Preis waren ausschlaggebend für den Kauf der Hyperions. Den größten Vorteil bieten die 1,25" und 2" Anschlussmöglichkeiten dieser Okulare. Ein doppelter Wechsel von 2" Okularen auf nur 1,25" Okularen mit zusätzlichem Adapter in absoluter Dunkelheit wäre viel zu umständlich, das Beobachtungsobjekt hätte schon längst das Gesichtsfeld des Okulars durchlaufen und der Ärger des Wiederauffindens würde die Vorteile des Systems überwiegen.

Bei Brennweiten über 30mm bei 2" scheitern die Spitzenokulare nicht nur wegen dem Preis, sondern auch wegen den meist zu großen Okularkörper- Durchmessern (ca. 65mm und aufwärts) und wegen der großen Austrittspupille bei Okularen ab ca. 35mm aufwärts. Die TSWA 32mm waren deshalb in diesem Bereich die einzige Alternative. Die Randunschärfe der TSWA ist akzeptabel, da der Bereich in dem die Sterne zu leichten Schwalben verzogen werden, beim binokularem Schauen eher den Bildhintergrund bzw. den spacewalk-effect bildet, während genügend scharfes Sehfeld übrigbleibt in dem direkt und scharf beobachtet werden kann.

Ich muss zu beiden Typen bemerken,  daß sie mich in der Beobachtungspraxis nicht enttäuscht haben, vor allem das Hyperion. Meine Erfahrung diesbezüglich sagt mir, daß bei Diskussionen in den  Foren viel zu sehr ins 1/1000 gegangen wird und aus den eigenen Vorlieben heraus  argumentiert wird. Ich selber war auch schon im Besitz einiger TeleVue Nagler und Pentax Okulare und kann sagen, daß es natürlich Abstriche gibt, aber diese einen viel zu teuren Preis nicht rechtfertigen.

Die "sehr guten" u. "sehr teuren" Okulare werden deshalb systembedingt nur sehr langfristig Einzug in meinem Okularsortiment halten können, wenn überhaupt.

  

Weitere Eindrücke:

  

 

  

 

Kleinstmöglicher Augenabstand bei 2" Okularen, durch Stutzen der Zenitspiegel. Der Kopf passt gerade noch zwischen die beiden Tuben ohne eine Abschattung zu bewirken.

 

 

 

 

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